Ungefähr um 2500 A.C. findet sich Zahnersatz, der aus Knochen oder Elfenbein geschnitzt und mittels Golddraht an die eigenen Zähne aufgehängt wurde. Hier ging es wohl primär um die Ästhetik, da es sich bei einer solchen Konstruktion vermutlich um eine wackelige Angelegenheit handelte.
Bis ins 18. Jahrhundert dauerte es aber noch, bis die Zahnmedizin und die Zahntechnik tatsächlich eigene Wege gingen: In Mittelalter und früher Neuzeit war der Barbier auch für das Ziehen der defekten Zähne zuständig und zog zu diesem Zweck oft von Jahrmarkt zu Jahrmarkt. Santa Apollonia galt als Schutzheilige der Zähne und des Kopfes und ist in den Kirchen auch oft abgebildet, indem sie einen gezogenen Seitenzahn in einer Zange hält.
Seit dem 18. Jahrhundert gab es in der Zahnmedizin deutliche Fortschritte: 1756 nimmt Philipp Pfaff erstmals Abdrücke vom Kiefer aus Wachs, fertigt darauf Gipsmodelle und lässt eine Prothese von einem Künstler anfertigen – erstmals wird also der „Zahntechniker“ erwähnt. Anfang des 19. Jahrhunderts werden erste Kronen aus einem Vollkeramikkörper hergestellt, die im Mund mit einem Stift verankert werden. Dieser Stift ist anfangs aus Holz und wird später durch Kautschuk und Metall ersetzt.
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